No g8 – no ngo!
zu den vorbereitungen zum g8 gipfel und den gegenaktionen
wir haben nun anfang februar und nach der rostock II konferenz wurden in frankfurt/m 2 vorbereitungstreffen abgehalten.offensichtlich findet dort eine hegemonisierung durch einige auch in der vorbereitungs-gruppe zu g8 tätigen personen statt. es sind zb mitglieder einer recht bekannten frankfurter ngo namens medico international ,die aber auch gleichzeitig mitglieder der guppe libertad sind. es ist typisch, das sich in die vorbereitung lauter kleine und mittelgrosse ngo´s eingeklinkt haben.
sie haben ein deeskalationskonzept entwickelt ,das von vornherein eine starke radikalisierung zum g8 hin verhindern soll.es wurde zum beispiel der gegenkongress zeitgleich zu den blockadeaktionen gelegt,obwohl dies von der menge der anwesenden auf dem kempinski camp nicht erwünscht war. in rostock wurde nun solang ´überzeugungsarbeit´geleistet und abgestimmt, das diese kröte geschluckt wurde. es wurde so getan, als ob die entscheidungsfindung auf dem kongress stattgefunden hat,obwohl dies ein schon vorher abgekartetes spiel war.
auf den frankfurter vorbereitungstreffen wurde dies nun unverfroren präsentiert. (es wird wahrscheinlich nicht nur in frankfurt so gewesen sein,denn schließlich haben sich der berliner alt-autonomenkreis, die ehem. grenzcampvorbereitungsgruppe auch in diesen kontext gestellt.)
es wurde von einem satellitenkonzept geredet,dies bedeutet,das die auf dem kongress anwesenden promis auch mal an den blockade zaun kommen, um reden zu schwingen.... sogenannte selbsternannte ´think tanks´ ,eben diese linksalternativen ngo´ler tummeln sich auf ihrem kongress und lassen sich dann ab und mal beim niederen volk am zaun blicken. diese von ihnen sogenannte choreografie hat aber auch fast nichts mehr damit zu tun ,wie sich die radikale linke diese paar tage zwischen rostock und heiligendamm vorstellt.
warum nun dieses verhalten von selbsternannten szene politikerInnen:
es geht vornehmlich um stellen,posten,karriere ...dh ganz einfach macht.
eine ngo wie zb medico lebt überwiegend von anträgen beim bund(zb. außenministerium) und eu, um ihre projekte im trikont durchführen zu können. dabei erfüllt sie natürlich die hegemonie interessen der sie finanzierenden! in kurdistan/nord irak wurden zb beim sog. winterhilfe programm 1991 gelder vom damaligen aussenminister kinkel entgegengenommen ,um mit der partei des heutigen präsidenten des irak, talabani dieses programm durchzuführen.dies ist ein ganz normaler vorgang einer nothilfe ngo.
nun kommt aber die verquickung dieser mitarbeiter mit ihrem politischen leben ins spiel. auf der einen seite engagieren sie sich ,mehr oder wenig erfolgreich ,in einer gefangenen initiative namens libertad(sie gilt als linksradikaler szenehort von sog anti-imps).auf der anderen seite arbeiten sie bei medico und machen als verlängerter arm der regierung die drecksarbeit für diese.
gleichzeitig sind nun diese leute in der vorbereitung des diesjährigen g8 gipfel und befinden sich damit ja schon in einem interessenskonflikt,vielleicht sogar gewissenskonflikt.
als vermeintliche vertreter der linksradikalen szene müssten sie eigentlich dazu aufrufen den g8 zu verhindern-mit allen mitteln! gleichzeitig haben sie aber ihr pöstchen bei einer im auftrag der brd handelnden ngo, die mit steuergeldern agiert. ein völliger widerspruch!
das ganze wird nun damit gelöst ,den linksradikalen anspruch auf den fahnen wehen zu lassen aber gleichzeitig ein völlig staatskonformes deeskalationsmodell für die g8 gegenaktionen zu fahren. dies geht dann auch hand in hand mit den anderen reformistisch angehauchten gruppen wie attac,weed,pax christie,den kirchen usw um ja nichts anbrennen zu lassen.... schliesslich hängt ja der eigene posten dran...und wenn mensch sich zu radikal gibt ,sieht die nächste antragsrunde bei eu und bundesregierung vielleicht gar nicht mehr so gut aus !
die crux ist nun das solche leute meinen ,ein think tank zu sein und das linksradikale gebaren während des g8 steuern zu wollen.(man kann gar von pseudo stalinistischer manie sprechen) dazu sagen wir NO ! dies sollte man zu bedenken geben und bietet vielleicht einigen diskussionstoff für die nächsten regionalen aber auch bundesweiten vorbereitungstreffen zum g8!
wer wirklich RESISTANCE will sollte diese art von machtpolitik komplett ablehnen, denn einen zweiten g8 gipfel wie in köln ,können wir nicht gebrauchen. dazu lohnt dann wirklich nicht der ganze aufwand.
wer wirklich g8 irgendwie verhindern, behindern will, sollte sich nicht von solchen zwiespältigen kleinen machtpolitikern leiten lassen. dazu brauchen wir uns nicht mehr zu treffen.
für eine offene neue linksradikale diskussion zum g8 !
lasst euch nicht verarschen !
no g8- no ngo !
beste grüße aus der critical mass
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